Geschrieben von admin am 29.01.2009
Mit der Veröffentlichung der Absatzzahlen des letzten Jahres bestätigt der Verband der Geschlossenen Fonds (VGF) den bereits vermuteten Nachfrage-Einbruch bei geschlossenen Beteiligungen. Konnten im Jahr 2007 noch 11,1 Mrd. Euro Kapital für diverse Beteiligungsmodelle eingesammelt werden, so verzeichneten die Anbieter im letzten Jahr einen Einbruch um rund 25% auf nur noch 8,3 Mrd. Euro. Als nahezu unverkäuflich erweisen sich seit dem Zusammenbruch von Lehman Brothers und der Verschärfung der Kreditkrise vor allem Schiffsbeteiligungen, da hier der rapide Rückgang der internationalen Handelsaktivitäten zu einem abrupten Verfall der Charterraten geführt hat. In der Folge gerieten die Kosten- und Ertragskalkulationen der Anbieter aus dem Lot, was zu einer weiteren Verunsicherung bei potentiellen Investoren beigetragen hat.
Flugzeugsfonds stark – Aussichten für Waldfonds gut
Einen positiven Eindruck vermochten im letzten Jahr nur Flugzeugsfonds zu vermitteln. Nachdem diese Anlageklasse lange Jahre keine Beachtung erfuhr, konnten im letzten Jahr dort rund 700 Mio. Euro Anlagekapital eingesammelt werden. Ob dies als positives Zeichen für 2009 gewertet werden kann ist aber durchaus fraglich, ähnlich dem Logistiksektor leiden auch Fluggesellschaften unter einem Rückgang der Transportnachfrage. Unternehmen sparen sich bereits jetzt die Flugstrecken ihrer Mitarbeiter zu Gunsten einer Bahnfahrt ein.
Nachhaltige Investments gefragt
Gute Aussichten sollten 2009 vor allem in den Bereichen der Regenerativen Energien und Nachhaltigkeitsfonds bestehen. Hier kann auf den anhaltenden Trend des staatlich geförderten Ausbaus der Bioenergie gesetzt werden, deren Erlöskalkulation teilweise auf staatlich garantierten Vergütungsmodellen basiert, welche ganz einfach den klaren Vorteil der Risikovermeidung aufweisen.
Geschrieben von admin am 26.01.2009
Der Beteiligungsname “Hamburgische Seehandlung Flussfahrt 08″ steht für den im Herbst 2008 von der “Hamburgische Seehandlung“ auf den Markt gebrachten geschlossenen Fonds, an dem die Anleger unternehmerisch beteiligt werden. Die Eckdaten des Beteiligungsangebots “Flussfahrt 08” sind: Mindestbeteiligung 10.000€, Agio 3%, Laufzeitende 2020, Gesamtinvestitionsvolumen 28.131.000€, Eigenkapital 10.331.000€, geplante Auszahlungen der Einlage: 4,5% (2009), 9% (ab 2010), 11% (ab 2018), gesamt rund 197% (einschließlich Veräußerung), Einkunftsart “Einkünfte aus Gewerbebetrieb”.
Fluss-Reisen werden immer beliebter
Die Bezeichnung “Flussfahrt“ verrät, dass das Beteiligungsangebot Flusspassagierschiffe meint. Das Projekt baut auf dem in Deutschland boomenden Markt der Schiffstouristik, wie es die Umsatzzuwächse der letzten Jahre belegen. Dank der steigenden Nachfrage der potentiellen Flussreisenden baut der Initiator auf eine sichere langfristige Beschäftigung: Beförderungsvertrag 6 Jahre. Das Beteiligungsangebot investiert in zwei Passagier-Flussschiffe (4-Sterne-Plus Standard): “Rhein” und “Main”. Diese werden auf der holländischen Bauwerft “Scheepswerf Jac. den Breejen b.v.” gebaut, zum Kaufpreis pro Schiff 11.896.000€, Schiffsauslieferungen in April/2009 und Juli/2009.
Kreuzfahrtfonds ohne Hochsee- und US-Dollar-Risiko
Mit seinem Angebot will der Initiator des Projektes Anleger ansprechen, die am Kreuzfahrtgeschäft partizipieren und langfristig kontinuierliche Einnahmen erzielen möchten, jedoch keine Dollarrisiken (die im Hochseeschifffahrtsbereich vorherrschen) eingehen wollen. Dieses basiert auf den Tatsachen, dass sowohl das Fremdkapital in Schweizer Franken und in Euro (jeweils zur Hälfte) aufgenommen wird als auch die Nettoeinnahmen nicht in Dollar, sondern in Schweizer Franken sowie in Euro erfolgen.
Geschrieben von admin am 21.01.2009
Wer nicht nur Rendite erzielen, sondern auch in nachhaltiges Wirtschaften investieren will, kann dies mit einer Beteiligung am Dienstleistungszentrum Sonnenschiff tun. Das Sonnenschiff ist Teil einer Solarsiedlung in Freiburg, die in Plusenergie-Bauweise errichtet wurde. Das heißt: Sie produziert mehr Strom, als sie verbraucht. Der Gebäudekomplex hat bereits mehrere nationale und internationale Preise für sein Energiekonzept und seine Architektur erhalten.
Sonnenschiff Immobilie ist zu 100% langfristig vermietet
Mit dem 2. Sonnenschiff-Fonds erwerben Anleger Anteile an den Büro- und Praxisflächen im ersten und zweiten Obergeschoss des Dienstleistungszentrums Sonnenschiff. Die Vorteile für den geschlossene Fonds Anleger: Die Fondsimmobilie ist bereits fertig gestellt und zu 100 Prozent langfristig vermietet. Und weil die Betriebs- und Tilgungskosten niedrig sind, können jährlich Überschüsse von mehr als 3,4 Prozent an die Gesellschafter ausgeschüttet werden. In einem Zeitraum von zwanzig Jahren soll die Rendite dann auf über 6 Prozent steigen. Wird die Immobilie verkauft, erhält der Anleger zudem seinen Anteil am Verkaufserlös.
Geplante Fonds-Laufzeit bis 2030 – Mindestausschüttung 160%
Um sich an diesem geschlossenen Fonds zu beteiligen, müssen Interessenten mindestens 5 000 Euro investieren. Damit erwerben sie eine unternehmerische Beteiligung an dem Projekt. Das Volumen des Fonds beträgt 7,55 Millionen Euro, seine Laufzeit endet im Jahr 2030. Wird das Sonnenschiff dann verkauft, hätte ein Anleger laut Prognosen der Solarsiedlung GmbH bei einer Einlage von 15 000 Euro einen Mittelrückfluss von mehr als 39 450 Euro erzielt.
Geschrieben von admin am 19.01.2009
Mit den Gesellschaftern sei man über eine Kapitalerhöhung im Umfang von 48,5 Mio. Euro einig geworden. Dazu sollen neue Anteil zum Bezugspreis von 8 Euro je Stück ausgegeben werden, welche im Bezugverhältnis 50:19 erworben werden können. Damit die notwendige Summe auch erzielt werden kann wurden im Vorfeld mit den Anteilseignern Corsair III Investments, die MPC Holding und die Oldehaver Beteiligungsgesellschaft Gespräche geführt, die die Zukunft des Unternehmens dauerhaft sichern sollen. Im Zuge der jetzt getroffenen Maßnahmen zur Zukunftssicherung wird MPC auch den Personalstamm deutlich reduzieren. Wie bereits vor einigen Tagen bekannt geworden war, werden rund 55 der 300 Personen starken Mitarbeiterschaft ihren Arbeitsplatz verlieren.
Ursächlich für die finanzielle Schräglage des Unternehmens ist der enorme Nachfragerückgang bei geschlossenen Beteiligungsangeboten und die zunehmend problematischen Finanzierung durch Fremdkapital, welches im Zuge der Finanzkrise nur sehr zurückhaltend von Banken für Investitionsprojekte vergeben wird. MPC erlitt vor allem in der Sparte der Schiffsbeteiligungen einen herben Rückschlag, welcher durch das insgesamt rückläufige Marktniveau nicht kompensiert werden konnte.
Alt-Gesellschafter erhöhen Anteile
Im Zuge der Kapitalerhöhung werden einzelne Gesellschafter ihren Anteil deutlich aufstocken. Zunächst wird Corsair III Investments 1,2 Mio. der neuen Anteile erwerben und damit seinen Aktienanteil auf 20,6 Prozent steigern. Im nächsten Schritt erhalten alle Aktionäre die Möglichkeit Bezugsrechte auf neue Anteile auszuüben, ein öffentlicher Handel der Bezugsrechte wird allerdings nicht stattfinden. Sollte kein Interesse an neuen Anteilen bestehen, werden MPC Holding und Oldehaver Beteiligungsgesellschaft die weiteren Anteile übernehmen, so dass die Kapitalerhöhung in jedem Fall durchgeführt werden kann.
Geschrieben von admin am 13.01.2009
Mit zweistelligen jährlichen Zuwachsraten gehört der Markt für elektronische Spiele zu den Boommärkten der Unterhaltungsindustrie. Mit einer Beteiligung am geschlossenen Medienfonds Games Fund der Münchener Playland AG haben Anleger jetzt die Möglichkeit, von den weiteren Wachstumsaussichten der Gamebranche zu profitieren.
Der Anleger beteiligt sich mit einem Mindestkapital von 10.000 Euro an der Fondsgesellschaft. Höhere Einlagen sind zu einem Teilungsfaktor von 1000 Euro möglich. Das Gesamtvolumen des Games Fund beträgt 21 Millionen Euro. Die Laufzeit des Fonds ist auf sechs Jahre begrenzt. Ab dem Jahr 2009 sind die ersten Rückflüsse von Mitteln vorgesehen. Die vollständige Rückzahlung der Fondsanteile zuzüglich der erwirtschafteten Überschüsse erfolgt im Jahr 2014. Die Fondsgesellschaft rechnet mit knapp 225 Prozent Gesamtmittelrückfluss für den Investor.
Investment in den schnell wachsenden Markt der Onlinegames und Handyspiele
Der Games Fund investiert in den stark wachsenden Markt von Computer- und Konsolenspielen, Onlinegames und Handyspielen. Die Fondsmittel fließen in die Entwicklung und in die Vermarktung von 40 Spieleformen in allen Sektoren elektronischer Spiele. In den vergangenen fünf Jahren haben sich die Umsätze in diesem Bereich nahezu verdoppelt. Der Spielesektor ist damit in der Vergangenheit sehr viel schneller gewachsen, als andere Bereiche in der Unterhaltungsbranche. Mit der Etablierung schneller Übertragungstechniken durch DSL und UMTS wird für die Zukunft damit gerechnet, dass sich im Online- und Mobilfunkbereich ein neuer Spieleboom etablieren wird. Von dieser Entwicklung können Anleger des Playland Games Fund profitieren.
Geschrieben von admin am 08.01.2009
2008 war kein gutes Jahr für Anbieter von geschlossenen Fonds, soviel wurde bereits im Jahresverlauf klar. Spätestens mit dem Ausbruch der Finanzkrise und der damit fast unmöglich gewordenen Fremdfinanzierung einzelner Projekte kam der Vertrieb einiger, auch großer Emissionshäuser beinahe zum Stillstand. Auch besonders aussichtsreiche Projekte konnten plötzlich keinen Finanzierungspartner mehr finden, Private Equity Fonds und Schiffsbeteiligungen litten unter der Situation besonders stark, so dass auch Unternehmen mit jahrzehntelanger Erfahrung in diesem Anlagesegment plötzlich keine Anleger mehr für ihre Projekte begeistern konnten.
Dass sich diese Situation zukünftig wieder verbessern wird ist klar, nur wann die Besserung eintreten wird, bleibt die große Unbekannte. MPC als einer der führenden Anbieter der Branche zieht deshalb jetzt erste Konsequenzen und verringert den eigenen Personalbestand deutlich. 55 der insgesamt rund 300 Arbeitsplätze werden im Rahmen einer anstehenden Sanierung abgebaut werden, darüber hinaus müssen die Gesellschafter für eine merkliche Verbesserung der finanziellen Ausstattung des Unternehmens sorgen.
Dies alleine wird allerdings nicht ausreichen um die rund 70 Mio. Euro Verlust des letzten Jahres auszugleichen, zusätzliche Umstrukturierungen sind notwendig und werden mit Sicherheit auch vor dem geschlossene Fonds Anbieter HCI nicht halt machen, den MPC im letzten Jahr versucht hatte zu übernehmen. Alleine die Wertberichtigungen auf die im Vermögen befindlichen HCI Aktien belaufen sich auf weitere 80 Mio. Euro, so dass alleine eine Wiederbelebung des geschlossene Fonds Sektors den dauerhaften Bestand des Unternehmens sichern kann.
Für Kunden des Unternehmens ist die Situation dagegen eher entspannt zu sehen, da es sich bei den von MPC aufgelegten geschlossenen Fonds um jeweils eigenständige Unternehmen handelt, sind sie von den Problemen des Emissionshauses nicht betroffen. Allerdings dürfte sich die schlechtere Wirtschaftslage auch auf die einzelnen Beteiligungen und somit auf die geschlossene Fonds Kunden auswirken.