Boom bei Schiffsneubauten beflügelt vor allem asiatische Werften

Im Jahr 2007 wurden mit weltweit 4.851 Schiffsneubauten ein neuer Höchststand (Jahr 2006 – Aufträge für 3.329 Schiffeneubauten) in der Auftragsvergabe an die internationalen Werften erreicht wie der VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.) mitteilt. Deutsche bzw. europäische Werften spielen in diesem Geschäft aber eine zunehmend geringere Rolle, d.h. während in Südkorea die Schiffsorder von 692 im Jahr 2006 auf 1.231 im letzten Jahr angestiegen sind, und chinesische Werften die Anzahl der Neuaufträge sogar mehr als verdoppeln konnten (von 819 im Jahr 2006 auf 1.700 im Jahr 2007) wurde bei den europäischen Werften ein Anstieg um lediglich drei (!) Neubestellungen von 419 Schiffen auf 422 Schiffen verzeichnet.

Deutsche Werften tragen mit einem Anteil von nur rund 15 Prozent, d.h. 61 Schiffsneubauten zur europäischen Werftenbilanz bei. Insgesamt wird für das aktuelle und kommende Jahr mit einer deutlichen Rückgang der Schiffs-Neubauten gerechnet, da die sich abschwächende Weltkonjunktur auch zu einem Rückgang der internationalen Transporte geführt hat, welche maßgeblich von Containerschiffe durchgeführt werden. Trotz Rückgang erwarten fachleute aber ein moderates Wachstum dieses Segments, welches allerdings durch die große Menge neuer Schiffe zunächst weniger Ertragsaussichten verspricht als in den letzten Boomjahren.