Rohstoffpreise fallen auch Holzpreis betroffen

Des Verbrauches Freude ist des Herstellers Leid. Während man sich landauf landab über fallende Benzin- und Heizölpreise freut, der Milchpreis sinkt und auch sonst eine ganze Reihe von Produkten wieder deutlich günstiger als noch zu Beginn des Jahres zu erwerben sind, müssen sich die Hersteller der Waren auf neue Zeiten einstellen. Vorbei ist der Nachfrageboom, vorbei die Zeiten in denen die Lager leer und die Preise entsprechend hoch waren. Auch für die Holzwirtschaft ist das Ende der Preissteigerungen gekommen.

US-Immobilienkrise trifft Holzwirtschaft

Massenhaft leer stehende Holzhäuser in den USA, dem Hauptabnehmer von Holz und eine sich deutlich abzeichnende Konjunkturdelle in Europa, die auch zu einer verminderten Bautätigkeit führen wird, führt zu einem deutlichen Preisverfall. Während im Jahr 2008 der Preis je Kubikmeter von 41 Euro auf 56 Euro geklettert war, werden für 2009 Preisreduzierungen von 10 bis 15 Prozent je Kubikmeter erwartet, was aber genau genommen immer noch deutlich oberhalb früherer Preise liegt und damit sicherlich zu Wachstumseinbussen in diesem Wirtschaftsbereich führen wird, aber auch Klagen auf recht hohem Niveau bedeutet.

Nachfrage nach Heiz- und Dämm-Material steigt kontinuierlich

Eine steigende Nachfrage nach Holz als Heiz- und Dämm-Material sichert auch die zukünftige Nachfrage nach diesem Rohstoff und bei genauerer Betrachtung muss man sogar feststellen, dass die Ausgangslage für Forstwirtschaft immer recht gut ist. Können die Anbieter keinen vernünftigen Preis für ihre Ware erzielen lassen sie den Wald eben weiter wachsen bis der Preis wieder stimmt. Die Kosten hierfür sind vergleichsweise überschaubar, der Nutzen aber deutlich sichtbar – am Baum, wie auch später in der Kasse.

Wer über ein Waldfonds Investment nachdenkt, sollte diese Entwicklung berücksichtigen – es ist aber anzunehmen, dass spekulativ orientierte Anleger ohnehin nicht zu einem solch nachhaltigen Investment wie einem Waldfonds greifen würden.