Auch die geschlossenen Fonds werden jetzt vom Gesetzgeber geregelt

Wie lautet das Sprichwort: „Es wird reguliert, was reguliert werden muss“ und dazu gehören auch die geschlossenen Fonds, denn auch hier geht der Gesetzgeber nicht an der Regulierung vorbei. Um Anleger vor vermeidbaren Verlusten zu schützen, haben sich die Vorschriften für eine Produktgestaltung, Verkaufsprospekte, sowie Produkthaftung verschärft. Hauptsächlich aber sollen die erhöhten Anforderungen an den Vertrieb von geschlossenen Fonds den Anleger schützen.

Was sagt der Gesetzgeber zu geschlossene Fonds Regulierung?

Im Blickpunkt der Behörde dominiert hier vor allem der Schutz einer Falschberatung. Die Emissionshäuser kommen in Zukunft nicht darum herum, dem Kunden Kurzinformationsblätter und geprüfte Jahresabschlüsse zu präsentieren. Weiterhin sind die Berater seit einem halben Jahr verpflichtet, aussagefähige Beratungsprotokolle anzufertigen. Sie müssen sie dann ihren Kunden zur Verfügung stellen.

Wie verhält es sich mit der Beratertätigkeit?

Hier kann auch nicht mehr jeder machen, was er für richtig hält. Freie Finanzvermittler sind verpflichtet, ihre einschlägigen Fachkenntnisse dem Gewerbeamt nachzuweisen. Die wahrscheinlich vom Umfang her größte und einschneidende Änderung besteht darin, dass geschlossene Fonds nun rechtlich als Wertpapiere angesehen und behandelt werden. Was wiederum zur Folge hat, dass die geschlossene Fonds Regulierung jetzt dem Wertpapierhandelsgesetz unterliegt.

Mit einer derartigen Regelung erhöht sich die Transparenz um ein vielfaches, was gleichzeitig auch die Qualität der Produkte in der geschlossene Fonds Regulierung wesentlich steigert.
In der Branche spricht man von einer deutlichen Aufwertung, die nur hilfreich sein kann.

Ist die Aufwertung wirklich hilfreich?

In jedem kommt die Aufwertung nicht gerade zu einem ungelegenen Zeitpunkt, denn zur Zeit tummeln sich auf dem Finanzsektor nicht nur seriöse Anbieter, sondern auch einige unseriöse Gestalten, welche von dem gutgläubigen Anleger nicht sofort erkennbar sind. Durch die neue geschlossene Fonds Regulierung geht man davon aus, dass die unseriösen Anbieter durch das engmaschige Regierungsnetz ausgesiebt werden und somit eine Bereinigung des Marktes erfolgt. Immerhin tummeln sich im Markt der geschlossenen Fonds rund 400 Anbieter, da helfen nur schärfere Vorschriften, um eine gewisse Balance in der Vergleichbarkeit herzustellen, was mit Sicherheit im Sinne der Anleger ein Vorteil ist.

Besitzt die geschlossene Fonds Regulierung auch negative Aspekte?

Es ist auch hier nicht alles Gold was glänzt. Schärfere Vorschriften bedeuten nicht, dass es nicht auch weiterhin schwarze Schafe im Markt gibt. Auch einige Details im Bereich der geschlossenen Fonds Regulierung, wirken sich nicht nur vorteilhaft auf den Anleger aus. Wer ist schon besser informiert, wenn er vorher 30 Seiten Info lesen soll. Selbst die Überlassung des Beratungsprotokolls ist nicht wirklich hilfreich, nach dem Motto: „Alles klar und keiner weiß Bescheid“. Man kann ja nicht davon ausgehen, dass jeder Anleger diese Lektüre versteht. Dennoch sorgen die neuen Vorschriften in der geschlossenen Fonds Regulierung für gute und transparente Standards in der Beratung.