Offene Fonds vs. Geschlossene Fonds – wo liegt der Unterschied?

Viele Personen befassen sich mit ihren eigenen Geldanlagen. Zur Zeit gewähren die traditionellen Sparanlagen bei Banken und Sparkassen sehr wenig Zinsen, so dass viele Anleger sich dazu entscheiden, andere Möglichkeiten zu suchen, wie zum Beispiel Anlagefonds. Hier wird man sich früh oder später mit der Frage offene Fonds vs. geschlossene Fonds auseinandersetzen müssen.

Unter geschlossenen Fonds versteht man Investmentfonds, die dem Anleger nur für begrenzte Zeit offen steht. Während dieser Zeitspanne können Anleger Kapital in den geschlossenen Fonds einlassen. Nach dieser Phase ist dieser Fonds für neue Anlagen gesperrt. Viele Unternehmen, die nicht an der Börse gehandelt werden, benutzen diese Form des Fonds, um ohne eine Eigenkapitalbasis aufzubauen und damit ggf. zusätzlich notwendiges Fremdkapital zu erhalten. Die Anleger sind in gewisser Weise als Investoren des Unternehmens zu betrachten.

Immobilienfonds und Schiffsbeteiligungen – Klassiker der geschlossenen Fonds

Geschlossene Fonds findet man heute im Bereich der Immobilien oder auch von Schiffen. Kürzlich haben auch geschlossenen Fonds, die ihren Anlageschwerpunkt im Sektor der erneuerbaren Energien haben, stark an Beliebtheit gewonnen. Geschlossene Fonds werden meistens als Kommanditgesellschaften mit beschränkter Haftung gegründet. Die Kommanditanteile werden dann an die Anleger verkauft. Die Gesellschaft steckt sich ein bestimmtes Ziel, für ein Eigenkapital, die es zu erreichen wünscht. Ist dieses Ziel erreicht, so wird der Fonds geschlossen und keine weiteren Anteile werden verkauft.

Bei einem offenen Investmentfonds sammelt eine Investmentgesellschaft Kapital, dass in verschiedene Anlagen investiert wird. Der Anleger ist durch Anteilsscheine Miteigentümer des Fondsvermögens und hat Anspruch auf Gewinnanteile. Hier ist das investieren ein fortlaufende Prozess und es können zu jeder Zeit neue Anteile gekauft werden.

Offene Fonds, geschlossene Fonds

Bei der Entscheidung, in welche Anlageform man investieren möchte, sollte man die Vorteile offene Fonds vs. geschlossene Fonds vor Augen halten. Beim Vergleich offene Fonds vs. geschlossene Fonds fällt zunächst auf, dass der Anleger beim geschlossenen Fonds über lange Zeit an die Investition gebunden ist. Die Anteile werden nicht an der Börse gehandelt, so dass es nicht leicht ist, den Anteil zu veräußern. Zwar haben sich heute Sondermärkte entwickelt, die sich auf den An- und Verkauf von geschlossenen Fonds Anteilen spezialisieren, aber das schnelle veräußern der Anteile ist beim offenen Fonds wesentlich leichter. Daraus lässt sich also ersehen, dass man nur solches Kapital in einen geschlossenen Fonds investieren sollte, dass man langfristig für diesen Zweck abstellen kann.

Ein anderer Punkt, der bei dem Vergleich offene Fonds vs. geschlossene Fonds in Betracht gezogen werden sollte, ist das der geschlossene Fonds den Vorteil hat, stets voll investiert zu sein, da keine Rücklagen für eventuelle Rücknahmen bereit stellen müssen.