Wölbern 65 Holland Immobilienfonds

Mit reichlich Verspätung geht Wölbern mit dem Holland Immobilienfonds 65 an den Start. „Es lag an Vertriebspartnern“ wird ein Sprecher des Unternehmens zitiert, dem offensichtlich auch nicht so recht ein zur Finanzkrise passender Kommentar eingefallen ist. Dabei ist das Angebot, welches der Holland 65 zu bieten hat gar nicht so verkehrt. Gegenstand des Fonds ist eine in Zaandam gelegene Büroimmobilie, die an z.B. Ahold vermietet wurde, ein in Sachen Finanzkrise eher unauffälliger Handelsriese, der sicherlich mit steigenden Rohstoffpreisen, aber weniger mit isländischen Banken oder US-Hypotheken-Krediten zu kämpfen hat.

Vielleicht waren es auch die über 40 Mio. Fremdkapital, deren Beschaffung ein wenig länger als geplant gedauert hat und zwischen dem ersten Verkaufssignal und dem tatsächlichen Vertriebsstart noch ein paar Wochen ins Land ziehen ließ. Was auch immer zu der Verzögerung geführt haben mag, es ist ja nun geschafft, lediglich Anleger müssen sich jetzt noch für dieses Beteiligungsangebot finden, die mindestens 15.000 Euro zzgl. 5% Agio aufwenden möchten und damit auf stabile jährliche Renditen zwischen 6,5% und 7% hoffen können.

Dies sieht zumindest die Kalkulation von Wölbern vor, die ganz nebenbei auf die Wirtschaftsstärke des Standorts Holland und dessen auch im Jahr 2009 prognostiziertes Wirtschaftswachstum von 1,8% hinweisen. Die niedrige Arbeitslosenquote von nur 2,6% (in Deutschland würde man sicherlich Vollbeschäftigung dazu sagen, auch wenn es nicht korrekt ist) und robuste Konjunktur sollten dazu beitragen, dass Holland nicht in Not gerät. Das wollen wir gerne glauben.