Die IRR Methode und ihre Nachteile

Anleger, die ihr Geld in einen geschlossenen Fonds investieren, wollen natürlich dessen Rendite vorher genau berechnen. Für diese Berechnung, die anschließend in den Verkaufsprospekten abgedruckt wird, wird häufig die IRR-Methode angewandt. Diese Methode, die auch Internal Rate of Return, also als Rendite nach dem Internen Zinsfuß genannt wird, ermittelt hierbei in erster Linie die Rendite des tatsächlich in der Anlage investierten Kapitals. Gleichzeitig werden bei der IRR-Methode Zahlungsströme, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten anfallen (Einzahlungen, Ausschüttungen sowie steuerliche Ergebnisse) berücksichtigt. Dies erfordert jedoch verschiedene Annahmen. So müssen beispielsweise die Ausschüttungen terminiert werden, weiterhin muss die Veräußerung des jeweiligen Objekts zum Ende der Laufzeit bereits prognostiziert werden. Da eine geschlossene Beteiligung jedoch selten geradlinig verläuft, ist die IRR-Methode von verschiedenen Unsicherheiten geprägt.

IRR-Methode – ein Beispiel

Als Beispiel für die Berechnung soll eine Anlage dienen, bei der jährlich ein Ertrag von 5% p.a. erwirtschaftet und auch ausgeschüttet wird. Am Ende der Laufzeit erhält der Anleger seinen Kapitaleinsatz zurück. In diesen Fällen, die vorwiegend bei festverzinslichen Wertpapieren vorkommen, ist das gebundene Kapital identisch mit dem Anlagebetrag, der interne Zinsfuß ist somit gleich der Durchschnittsrendite. Anders ist dies jedoch bei geschlossenen Fonds, die während der Laufzeit nicht ausschütten, sondern die erst am Ende der Laufzeit den Anlagebetrag plus Zinsen bezahlen, gleiches gilt für Anlagen, die bereits während der Laufzeit Teile des gebundenen Kapitals wieder auszahlen. Da die letzteren beiden Situationen die Mehrheit darstellen, sollte der interne Zinsfuß nicht als einziges Kriterium für die Ermittlung der Rendite genutzt werden.