Heißt es geschlossene Beteiligung, oder geschlossener Fonds?

Wenn von einer geschlossen Beteiligung die Rede ist, dann kann darunter ein geschlossener Fonds verstanden werden. Das heißt hier gibt es zwei Begrifflichkeiten, die ein und dasselbe bezeichnen. Mit einer geschlossenen Beteiligung investieren mehrere Anleger in ein gemeinsames Projekt innerhalb des Zeitraumes, in dem dieses am Markt platziert wird. Wenn die geplante Eigenkapitalquote erzielt ist, dann wird der Fonds geschlossen. Die Anleger die in geschlossene Beteiligungen investieren, werden auf diese Art und Weise zu Unternehmern, tragen alle Risiken, die über die Laufzeit der Beteiligung auftreten und sind Nutznießer der Chancen, die sich durch dieses Projekt ergeben. Für geschlossene Beteiligungen gibt es weder Tageskurse noch einen öffentlichen Markt. Die Laufzeiten der geschlossenen Beteiligungen liegen im Allgemeinen zwischen 10 und 20 Jahren. Meist sind geschlossene Beteiligungen industrielle Großprojekte wie beispielsweise Schiffsbeteiligungen, Flugzeugleasingfonds, Medienfonds oder Containerbeteilungen und Immobilienfonds.

Vorteil geschlossene Fonds – geringe Abhängigkeit von Börsenkursen

Nach der weitgehenden Abschaffung der Steuervorteile hat diese Anlageklasse den Wandel hinzu Rendite starken Anlagemodellen geschafft. Geschlossene Beteiligungen werden mittlerweile immer häufiger als durchaus ebenso finanziell attraktive wie auch intelligente Kapitalanlagen gesehen. Meist bieten sie hohe Ausschüttungen für die Anleger und sind unabhängig von Börsenschwankungen. Der interessierte Anleger erwirbt geschlossene Beteiligungen über Fondsvermittler oder über seine Bank, wobei diese Form des Investments eher keine Geldanlage für Kleinanleger darstellt. Der Mindestanlagebetrag von etwa 5.000 Euro ist für die Dauer der Anlagezeit gebunden und sollte daher während der Laufzeit nicht für andere Investitionen des Anlegers eingeplant werden müssen.

Die beliebtesten geschlossenen Beteiligungen sind Schiffsfonds und geschlossene Immobilienfonds, die immer noch kleinere steuerliche Vorteile haben und eine meist attraktive Ausschüttungspolitik bis hin zu 20% pro Jahr (Schiffsbeteiligungen) innehaben.