Was sind Filmfonds?

Unter Filmfonds, die häufig auch als Medienfonds bezeichnet werden, versteht man Investitionen in die Film- und Fernsehbranche. Filmfonds werden hierbei in der Regel als geschlossene Fonds konzipiert, der Anleger erwirbt mit der Zeichnung des Fondsanteils also eine Unternehmensbeteiligung. Durch die Anlagesummen der Beteiligten werden anschließend die vorher bezeichneten Produktionen finanziert, als Erlös dienen die jeweiligen Einspielergebnisse. Hierbei lassen sich unterschiedliche Ertragsquellen erschließen, denn die Rechte an den produzierten Filmen können sowohl für das Kino, das Fernsehen sowie für den DVD-Markt genutzt werden. Je höher das Interesse an diesem Film, desto höher ist somit dann auch sein Einspielergebnis.

Top oder Flop liegen bei Filmfonds nahe beieinander

Der Ertrag eines Filmfonds ist also maßgeblich von der Qualität sowie dem Erfolg des Films abhängig. Kann dieser nicht die gewünschten Ergebnisse erzielen, müssen Anleger mitunter sogar Verluste verkraften, die bis zum Totalverlust reichen können. Aufgrund dieses hohen Risikos sowie der nicht mehr vorhandenen Verlustzuweisungen zu Beginn der Auflage wurden Filmfonds in den letzten Jahren nur noch von wenigen Kapitalgesellschaften angeboten, auch die Nachfrage sank spürbar.

Wer investiert muss den Verkaufsprospekt lesen

Dennoch sollte bedacht werden, dass die Filmbranche eine der am stärksten wachsenden Wirtschaftsbranche ist und hier hohe Renditen erzielt werden können. Anleger, die sich für ein entsprechendes Investment interessieren, sollten die Angebote am Markt genau prüfen. Die Verkaufsprospekte des Fonds sollten hier helfen, das Projekt an sich besser einzuschätzen, auch das Emissionshaus kann so anhand seiner bisher aufgelegten Filmfonds bewertet werden.