Was sind geschlossene Fonds

Bei geschlossenen Fonds kann man innerhalb eines bestimmten Zeitraums in das Finanzprodukt investieren und wird damit zum „Unternehmens-Miteigentümer“ werden. Ist das beabsichtigte Eigenkapital eingesammelt, wird der Fond geschlossen und es darf nicht weiter investiert werden. Früher sprach man bei den geschlossenen Fonds auch von dem »grauen Kapitalmarkt«, da die Art von Finanzanlage keiner staatlichen Kontrolle unterlag. Mittlerweile gibt es als Überwachungsinstrument den Prospektierungsstandard.

Zum größten Teil werden geschlossene Fonds als Kommanditgesellschaft aufgestellt. Investiert man in diese, wird man Kommanditist. Anleger beteiligen sich mit einem festen Betrag an dem Finanzprodukt, welcher vorher vom Fondsanbieter festgelegt wird. Die Anlagedauer ist langfristig. Man kann seine Anteile nicht wie bei Aktien oder offenen Fonds vorzeitig veräußern.

Man verfolgt das Ziel bein einer solchen Investition, von jährlichen Gewinnausschüttungen. Dafür müssen die Gesamterträge der Unternehmung die Investitionssumme übersteigen. Je mehr die Erträge diese überschreiten, desto höher die Ausschüttung an die Kommanditisten.

Verschiedene Formen geschlossener Fonds

  • Immobilienfonds: Hier investiert man in Immobilien, meistens in Wohn- und Logistikprojekte. Die Erträge generieren sich durch Miet- und Pachteinnahmen.
  • Schifffonds: Das eingesammelte Kapital wird in den Bau von Schiffen platziert. Ist das Schiff fertiggestellt und beginnt mit dem Warentransport, startet die Generierung von Gewinnen.
  • Neue Energien Fonds: Meist investiert man hier in erneuerbare neue Energien. Der Ertrag richtet sich an die Menge des erzeugten Energieertrags.

Bei einem geschlossenen Fond, ist ein Totalverlust möglich. Man kann somit seinen kompletten Anteil an der Kommanditgesellschaft verlieren. Es ist zu empfehlen sich vor der Investition über die Geschäftsführung und deren Pläne zu informieren.