Wer kann einen geschlossenen Fonds kaufen?

Werden geschlossene Fonds konzipiert, so geschieht dies in der Regel in der Unternehmensform einer Kommanditgesellschaft. Ein Anleger, der sich also für einen solchen Fonds entscheidet, wird somit Kommanditist und haftet in der Höhe seiner Einlage. In eher seltenen Fällen werden geschlossene Fonds auch als Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) aufgelegt, bei der Gesellschafter zusätzlich auch mit ihrem Privatvermögen haften. Somit besteht bei geschlossenen Fonds das mögliche Risiko, dass die Einlage bei einer Fehlinvestition des Fonds komplett verloren wäre. Trotz all dieser Risiken – jeder, der über die notwendige Mindestanlagesumme verfügt, kann einen geschlossenen Fonds kaufen.

Geschlossene Fonds – Jeder der möchte kann investieren

Grundsätzlich kann jeder Privatanleger in einen geschlossenen Fonds investieren, sofern er die notwendigen Kenntnisse über die Chancen und Risiken der Anlage besitzt oder sich von einem Berater über diese Punkte aufklären lässt. Der Erwerb von Anteilen erfordert lediglich das Ausfüllen und Unterschreiben eines so genannten Zeichnungsscheins. Mit diesem erklärt der Anleger seinen Beitritt zur Gesellschaft und kann zusätzlich festlegen, ob er als Kommanditist ins Handelsregister eingetragen werden möchte oder ob er diese Aufgabe einem Treuhänder überlässt.

Informationen sind Trumpf

Jeder Anleger sollte sich jedoch über die jeweilige Laufzeit des Fonds sowie dessen Risiken informieren, denn nicht für jeden Anleger sind geschlossene Fonds interessant. Sie eignen sich in erster Linie für langfristig orientierte Anleger, die nach einer alternativen Anlageform suchen. Besonders Schiffsbeteiligungen haben zudem den Vorteil, dass die Erträge hieraus aufgrund der Tonnagesteuer kaum versteuert werden müssen. Auch daraus beziehen z.B. Schiffsbeteiligungen die Beliebtheit bei vermögenden Privatpersonen.

Wer sich für geschlossene Fonds interessiert und bislang keine Erfahrungen auf diesem Anlagegebiet gesammelt hat, der sollte einen Termin mit einem Finanzberater vereinbaren. Dieser wird die bisherigen Anlagen prüfen und anschließend gemeinsam mit dem Anleger entscheiden, ob eine Investition in geschlossene Fonds zum augenblicklichen Zeitpunkt sinnvoll und gewinnbringend wäre. Aber auch hier gilt: Ein prüfender Blick auf die Empfehlung des Berater kann auch nicht schaden.