Geschlossenen Fonds – wie groß ist das Risiko

Aus geschlossenen Fonds können – wie bei allen anderen Anlagemöglichkeiten auch – Vorteile aber eben auch Nachteile erwachsen. Insbesondere besteht die Möglichkeiten von Verlusten oder anderen Risiken. Vor deren Bewertung bietet sich allerdings zunächst eine etwa differenzierte Betrachtung der problematischen Sachverhalte an.

Der geschlossene Fonds funktioniert nicht wie geplant – wer haftet?

Hier ist zunächst auf das reine rechtliche Risiko des Fondsanlegers abzustellen. Dabei kann zunächst – schon alleine aufgrund der praktischen Erfahrung – davon ausgegangen werden, dass der gewöhnliche geschlossene Fonds in der Rechtsform der Kommanditgesellschaft betrieben wird, bei der die Anleger einen Kommanditanteil durch ihre Einlage erwerben. Die Haftung – also das rechtliche Risiko – ist somit grundsätzlich auf die Einlage beschränkt. Der Kommanditist muss hier nicht fürchten, von der Gesellschaft oder Dritten wegen Verlusten der Gesellschaft in Anspruch genommen werden. Es gibt aber gerade bei Immobilienfonds auch Ausnahmen von dieser Regel, die Anleger im Streitfall teuer zu stehen kommen können, wie man an diesem Rechtsstreit sieht.

Wirtschaftlichkeit des Geschäftsmodells ist immer ein Risiko

Daneben tritt hier allerdings noch ein zweites Moment: das reine wirtschaftliche Risiko. Das muss im Rahmen der vorliegenden Darstellung anhand praktischer Erfahrungen heraus beurteilt werden. Voranzustellen ist, dass das reine Modell des geschlossenen Fonds grundsätzlich wirtschaftlich absolut zweckmäßig ist. Allerdings sagt dies nichts über die tatsächliche Wirtschaftlichkeit des Fonds aus. So kommt es – zum Beispiel bei geschlossenen Immobilienfonds – durchaus vor, dass kein Käufer für die Immobilie gefunden wird oder das Kapital vor Erreichung des Zwecks erlischt. Dies hat in der Regel mit schlechtem Management zu tun.

Um vor einer Enttäuschung besser geschützt zu sein, helfen aber die gleichen Grundsätze, die sich Anleger eigentlich vor jeder Geldanlage stellen sollten; Hat der Berater ausreichend Erfahrung um seine Empfehlung wirklich sachlich zu begründen, oder stehen vielleicht Provisionserzielungsabsichten im Vordergrund? Welche Geschäftserfolge kann der Initiator vorweisen und wie erfahren ist das Management? Glaube ich als Anleger, dass diese Geldanlage erfolgreich sein kann, oder habe ich Zweifel und verlasse mich auf den Rat des Fachmanns. Gerade um solche Antworten zu finden, ist das Internet auch Dank Google eine perfekte Datenquelle geworden.