Wie lang ist der Platzierungszeitraum bei geschlossenen Fonds?

Geschlossene Fonds investieren in konkrete Projekte, beispielsweise in den Kauf von Schiffen, in den Bau von Immobilien oder in die Herstellung von Spielfilmen. Private Anleger können Anteile an diesen Fonds erwerben. Der Zeitraum, in den diese Fondsanteile von den Initiatoren (Emissionshäusern) verkauft werden, wird auch als Platzierungszeitraum bezeichnet. Der Platzierungszeitraum beginnt in der Regel einen Tag nach der Veröffentlichung des Fondsprospekts und endet mit dem Erreichen der Vollplatzierung, also dem vollständigen Verkauf aller Anteile. Da dieser Zeitraum meist nicht konkret bestimmt werden kann, gibt es keinen genauen Termin für das Ende des Platzierungszeitraums. Je nach bestimmten Faktoren, kann der Platzierungszeitraum kürzer oder länger sein. Er ist abhängig von der Attraktivität des Anlageobjektes und der Bewerbung des geschlossenen Fonds. Dadurch gibt es geschlossene Fonds, deren Platzierungszeitraum nur einige Tage dauert, aber auch Fonds, die erst nach einigen Monaten alle Anteile am Anlegermarkt platziert haben.

Platzierungsgarantie durchaus möglich

Anbieter geschlossener Fonds übernehmen meist auch zunächst eine Eigenkapital-Zwischenfinanzierung in Form einer Kreditaufnahme bei einer Bank. Kooperiert die ausgebende Fondsgesellschaft mit einem Vertriebspartner, kann dieser eine Platzierungsgarantie abgeben. Unter Umständen müssen noch nicht platzierte Fondsanteile dann zunächst durch die Platzierungsgarantin übernommen werden. Im Falle, dass nicht alle Fondsanteile bis zur Abwicklung des Investitionsguts platziert wurden und auch die Platzierungsgarantie nicht in Anspruch genommen werden kann, besteht das Risiko, dass die Fondsgesellschaft rückabgewickelt werden muss. Alle Informationen zur Platzierung eines geschlossenen Fonds sind im jeweiligen Fondsprospekt enthalten.