Woher weiß man wann ein Fonds geschlossen wird

Ein geschlossener Fonds ist gekennzeichnet durch einen zeitlich begrenzten Anlagezeitraum sowie eine zeitlich befristete Platzierung der Fondsanteile am Anlegermarkt. Sind alle Fondsanteile verkauft, wird der Fonds geschlossen. Weitere Anleger haben dann keine Möglichkeit mehr, Anteile am Fonds zu erwerben. Informationen über den Platzierungszeitraum erhalten interessierte Anleger aus dem Emissionsprospekt der ausgebenden Fondsgesellschaft (Initiators). Dieser Prospekt ist in der Regel bei der Vertriebsbank oder im Internet auf der Homepage der Fondsgesellschaft einsehbar.

Der Platzierungszeitraum endet mit der Vollplatzierung

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, dass im Fondsprospekt ein konkretes Datum für das Ende des Platzierungszeitraums benannt ist oder ein allgemeiner Passus enthalten ist, beispielsweise: „Der Platzierungszeitraum endet mit der Vollplatzierung“. In diesem Fall weiß ein Anleger, dass der Fonds erst geschlossen wird, wenn alle Anteile untergebracht werden konnten. Das kann innerhalb weniger Monate, aber auch erst nach einem Jahr sein. Die meisten Emissionshäuser (Fondsgesellschaften) verfügen – je nach Anlageobjekt – dabei über eigene Erfahrungswerte.

Eine weitere Formulierung im Prospekt kann sich auf einen konkreten Endtermin für den Platzierungszeitraum beziehen, jedoch mit der Einschränkung, dass der Fonds bereits mit Erreichen der Vollplatzierung vor dem Endtermin vorzeitig geschlossen wird. Im Zusammenhang mit dem Platzierungszeitraum informieren die Fondsgesellschaften unter Umständen auch über eine Platzierungsgarantie. Diese wird meist von dem Vertriebspartner übernommen, der damit bis zu einem konkreten Termin garantiert, alle Fondsanteile am Anlegermarkt zu platzieren.

Die Platzierungsgarantie stellt sicher, dass die angebotene Beteiligung in jedem Fall realisiert wird – auch dann, wenn das prospektierte Fondsvolumen nicht erreicht wurde.