Worin besteht der Unterschied zwischen offenen und geschlossenen Fonds?

Alle klassischen Investmentfonds, die für Kleinanleger interessant sind und die häufig auch im Rahmen von Fondssparplänen bespart werden können, werden unter dem Begriff „offene Fonds“ zusammengefasst.

Die Fondsgesellschaft, die einen Fonds aufgelegt hat und das Fondsmanagement vornimmt, kann die Anlagestrategie gemäß des Verkaufsprospekts vornehmen und durch die Ausgabe neuer Fondsanteile das Kapitalvermögen des Investmentfonds vergrößern. Dabei beschränken sich offene Fonds in der Regel auf börsengehandelte wie Aktien, Rentenpapiere, Anleihen oder andere Wertpapiere. Je nach Börsensituation kann der Bestand liquider Mittel angepasst, d.h. erhöht oder eben verringert werden. Fonds-Anlegern steht in Deutschland eine Auswahl von rund 12.000 offenen Fonds zum Kauf zur Auswahl. Mindestanlagesummen gibt es bei diesen auch Publikumsfonds genannten offenen Fonds eher selten, so dass auch Anleger, die mit relativ kleinen Beträgen ein Vermögen aufbauen möchten, hierin eine passende Geldanlage finden.

Geschlossene Fonds für Projekt- und Unternehmensfinanzierung

Geschlossene Fonds hingegen haben ein vorab definiertes Investitionsziel, wie z.B. Finanzierung und Entwicklung eines Immobilienprojekts in einer asiatischen Großstadt, mit Angabe von Straße und Hausnummer des Gebäudes. Diese Angaben müssen so detailliert sein, da der Anleger sich ein Bild über die zur Auswahl stehende Unternehmung machen muss um eine Entscheidung für oder wider einen geschlossenen Fonds zu treffen. Anders als bei offenen Fonds handelt es sich bei geschlossenen Fonds um kein gesetzlich gesichertes Sondervermögen, sondern um die Bereitstellung von Eigenkapital für ein Unternehmen, an dem der Anleger dann Teilhaber wird.

Eine solche Teilhaberschaft bedarf größerer Anlagebeträge, so dass Mindestanlagesummen ab etwa 5.000 Euro die Regel sind. Anders als bei offenen Fonds erhält der Kapitalanleger deutlich mehr über die Ziele und den möglichen Ertrag seiner Investition, Haben die Initiatoren (Fondsgesellschaften bei geschlossenen Fonds) ausreichend Kapital gesammelt, wird der Fonds geschlossen.

Während der Laufzeit des geschlossenen Fonds die meist zwischen 10 und 20 Jahren beträgt, können Anleger sich zurzeit noch eher schlecht von ihren Anteilen trennen. Der Aufbau eines geschlossene Fonds Gebrauchtmarktes ist allerdings bereits seit 2007 im Gange, so dass hier in absehbarer Zeit mit einem regeren Handel zu rechnen ist.