Geschrieben von admin am 08.07.2008
Werden geschlossene Fonds konzipiert, so geschieht dies in der Regel in der Unternehmensform einer Kommanditgesellschaft. Ein Anleger, der sich also für einen solchen Fonds entscheidet, wird somit Kommanditist und haftet in der Höhe seiner Einlage. In eher seltenen Fällen werden geschlossene Fonds auch als Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) aufgelegt, bei der Gesellschafter zusätzlich auch mit ihrem Privatvermögen haften. Somit besteht bei geschlossenen Fonds das mögliche Risiko, dass die Einlage bei einer Fehlinvestition des Fonds komplett verloren wäre. Trotz all dieser Risiken – jeder, der über die notwendige Mindestanlagesumme verfügt, kann einen geschlossenen Fonds kaufen.
Jeder der möchte kann investieren
Grundsätzlich kann jeder Privatanleger in einen geschlossenen Fonds investieren, sofern er die notwendigen Kenntnisse über die Chancen und Risiken der Anlage besitzt oder sich von einem Berater über diese Punkte aufklären lässt. Der Erwerb von Anteilen erfordert lediglich das Ausfüllen und Unterschreiben eines so genannten Zeichnungsscheins. Mit diesem erklärt der Anleger seinen Beitritt zur Gesellschaft und kann zusätzlich festlegen, ob er als Kommanditist ins Handelsregister eingetragen werden möchte oder ob er diese Aufgabe einem Treuhänder überlässt.
Informationen sind Trumpf
Jeder Anleger sollte sich jedoch über die jeweilige Laufzeit des Fonds sowie dessen Risiken informieren, denn nicht für jeden Anleger sind geschlossene Fonds interessant. Sie eignen sich in erster Linie für langfristig orientierte Anleger, die nach einer alternativen Anlageform suchen. Besonders Schiffsbeteiligungen haben zudem den Vorteil, dass die Erträge hieraus aufgrund der Tonnagesteuer kaum versteuert werden müssen. Auch daraus beziehen z.B. Schiffsbeteiligungen die Beliebtheit bei vermögenden Privatpersonen.
Wer sich für geschlossene Fonds interessiert und bislang keine Erfahrungen auf diesem Anlagegebiet gesammelt hat, der sollte einen Termin mit einem Finanzberater vereinbaren. Dieser wird die bisherigen Anlagen prüfen und anschließend gemeinsam mit dem Anleger entscheiden, ob eine Investition in geschlossene Fonds zum augenblicklichen Zeitpunkt sinnvoll und gewinnbringend wäre. Aber auch hier gilt: Ein prüfender Blick auf die Empfehlung des Berater kann auch nicht schaden.
Geschrieben von admin am 03.07.2008
Geschlossene Fonds sind aus verschiedenen Gründen für Investoren interessant. So bietet ein geschlossener Fonds z.B. eine deutlich bessere Renditechance als normale Geldanlagen. Diese Fonds oder auch geschlossene Beteiligung, wie sie auch genannt werden, werden professionell von langjährig-erfahrenen Experten gemanagt, was den Vorteil hat, dass Anleger die Handlungsentscheidung auf einen Spezialisten übertragen und sich nicht selbst darum kümmern müssen.
Geschlossene Fonds als mittel- bis langfristige Geldanlage
Wer sich für eine Geldanlage in geschlossene Fonds entscheidet, hat sich entschieden mittel- bis langfristig d.h. etwa 10 bis 15 Jahre in eine Anlage zu investieren. Dabei sind, anders als dies vielfach angenommen, keine sonderlich großen Anlagebeträge notwendig. Mittlerweile kann häufig bereits ab einer Summe von etwa 5.000 Euro eine Anlage in eine solche Beteiligung vorgenommen werden. Höhere Anlagebeträge sind aber durchaus die Regel.
Steuerliche Vorteile spielen untergeordnete Rolle
Einst waren steuerliche Vorteile das Haupt- wenn nicht sogar das einzige Argument für den Kauf einer geschlossenen Beteiligung. Aufgrund einer im Jahr 2005 vorgenommenen Änderung der Steuergesetzgebung ist dieser Vorteil quasi nicht mehr existent. Dennoch werden spezielle steuerliche Vorteile einzelner Anlageklassen durchaus in Kauf genommen, sofern sie dem Anlageerfolg dienen. So bietet z.B. analog der Besteuerung eines Immobilien Direktinvestments (Erwerb von Wohneigentum) ein geschlossener Immobilienfonds die Möglichkeit die Wertsteigerung bei einem Verkauf des Objektes steuerfrei zu vereinnahmen sofern die Immobilie nach der Haltefrist von 10 Jahren verkauft wird. Dieser und andere steuerlichen Vorteile werden von geschlossenen Fonds Initiatoren (Anbietern) bei der Konzeption der Anlage berücksichtigt und zum Vorteil der Käufer bei der Investition des Fondskapitals berücksichtigt.
Verbesserte Risikoverteilung durch geschlossene Fonds
Geschlossene Fonds sind eine gute Investition als Beimischung in eine Gesamt-Anlagestrategie. Aufgrund der weitgehenden Unabhängigkeit von Börsen- und Konjunkturschwankungen bieten die unterschiedlichen Varianten eine Möglichkeit Ertrags-Chancen und Anlage-Risiko optimaler zu verteilen.
Möglichweise interessant sind geschlossene Beteiligungen, die in Segmente investieren, welche aufgrund ihrer Bedeutung steuerlich begünstigt Erträge erzielen. So genießen z.B. Solar- und Windkraftanlagen den Vorteil, der staatlich geförderten Stromabnahme zum Festpreis.
Bevor eine Anlage in dieser Anlageklasse vorgenommen wird, sei allerdings jedem Anleger empfohlen sich den Verkaufsprospekt genau anzuschauen. Nicht alles was hübsch aussieht, ist auch eine gute Geldanlage.