Geschrieben von SB am 11.08.2011
Wir unterstellen an dieser Stelle einfach mal: geschlossene Fonds Käufer sind erfahrene Anleger und besitzen nicht nur geschlossene Fonds, sondern auch Aktien, Investmentfonds oder auch Anleihen und Zertifikate. Die Frage die sich aber gerade erfahrene Anleger viel zu selten stellen ist: ist das eigene Depot wirklich für mich passend? Eine Antwort kann an dieser Stelle logischerweise nicht gegeben werden, da das beste Depot natürlich immer davon abhängt wie oft und in welcher Anlageklasse und Größenordnung man selbst Aktien und andere Wertpapiere handelt.
Dennoch lohnt der Blick auf die Angebote der Hausbank und deren Mitbewerber in regelmäßigen zeitlichen Abständen, hilft er doch manchmal wirklich bares Geld sparen. Überwindet man die eigene Trägheit und ringt sich zu einem Depot Vergleich durch, kann es gut sein, dass man direkt vor der nächsten zu nehmenden Hürde steht. Der Frage was einem bei einem Depot besonders wichtig ist.
Die Kosten sind wichtig? Das ist verständlich, aber wie sieht es denn mit der Sicherheit aus – bieten alle Banken eine sichere Geldanlage? Und wie groß ist das Angebot der Bank? Nehmen wir zum Beispiele eine beliebige Hausbank, hier haben sie einen direkten Ansprechpartner, der sie und ggf. auch ihre Anlagestrategie kennt. Das kostet Zeit – und wenn der Berater gerade irgendetwas besonders dringend verkaufen soll (muss): Ihre Nerven. Aber, Sie haben einen Ansprechpartner, die Hausbank meist eine Filiale in Ihrer Nähe und eine Einlagensicherung, die es locker mit ihren Ersparnissen aufnehmen kann.
Oder, nehmen wir das Beispiel Onlinebank, dort gibt es prima Konditionen aber just in dem Moment in dem Sie die Aktie XY besonders günstig kaufen wollten, war die Internetverbindung weg. Der Versuch des telefonischen Kaufs scheiterte, weil sie ihren Telefon-Pin gerade nicht zur Hand hatten.
Alle diese Fälle sind typisch und je nach Anlagestrategie mehr oder weniger schwerwiegend – dennoch sollten sie sie bei ihrem Depot Vergleich im Hinterkopf behalten.
Aber zurück zum Thema Sicherheit. Sie kaufen Aktien oder Investmentfonds? Dann sind ihre Anlagen zwar nicht vor Wertverlust aber vor dem Zugriff Dritter geschützt, d.h. für den Fall, dass eine Bank Insolvenz anmelden muss, ist ihr dort gelagertes „Barvermögen“ also die Einlage auf Tagesgeld- und Festgeldkonto erst einmal verloren. Aktien und Investmentfonds dagegen werden in einem Depot für Sie verwahrt, d.h. auch im Falle einer Insolvenz gehören Ihre Aktien und Fonds weiterhin Ihnen. Insofern haben Sie hier eine sichere Geldanlage – ganz egal bei welcher Bank Sie ihr Depot führen.
Geschrieben von admin am 11.08.2008
Geschlossenen Fonds zeichnen sich dadurch aus, dass – im Gegensatz zu den auch gerne „offene Fonds“ genannten Investmentfonds, hier nur im Platzierungszeitraum Kapital investiert werden kann. Im Anschluss daran wird der Fonds dann für Neuanlagen geschlossen. Dies ist notwendig, da der Anleger einen vorab bestimmten Anteil am Eigenkapital des Fonds mit seiner Einlage finanziert. Ist das Eigenkapital vollständig eingezahlt, kann also kein neuer Anleger mehr hinzukommen sofern keine Kapitalerhöhung beschlossen wird. Dies ist eher unüblich, aber grundsätzlich aber nicht unmöglich, da es sich bei geschlossenen Fonds um eine Unternehmensbeteiligung handelt, die nach der gleichen gesetzlichen Richtlinien arbeitet, wie jedes andere Unternehmen auch.
Geschlossene Fonds Käufer werden Kommanditisten
Der Käufer eines geschlossenen Fonds wird dann in der Regel zum Kommanditisten, sicher aber zum Unternehmer, da alle Chancen wie auch Risiken des geschlossenen Fonds nun an ihn übergehen. Schiffsfonds, regenerative Energien, wie zum Beispiel Windkraftanlagen und auch Medienfonds, bei denen in Filme investiert wird, sind typische geschlossenen Fonds. Als alternative Anlagen werden Windkraftfonds und Biogasfonds bezeichnet. Auch der so genannte Zweitmarkt investiert in geschlossenen Fonds.
Anlage in geschlossene Fonds - kaum beachtetes Milliarden Investments
Rund 12,7 Milliarden Euro wurden alleine im Jahr 2007 (lt. VGF) in die verschiedenen geschlossenen Fonds Angebot investiert. Das ist umso überraschender, da bis vor wenigen Jahren von einem „Grauen Kapitalmarkt“ die Rede war, wenn die Sprache auf dieses Investmentgebiet kam. Staatliche Kontrollen und eine Abkehr von Steuersparmodellen haben dem Image der Branche nachdrücklich gut getan und ermöglichen jetzt auch einer deutlich breiteren Anlegerschicht den Einstieg in diese renditeorientierte Anlageklasse.
Mittlerweile wurde ein Prospektierungsstandard gesetzt, der von Wirtschaftsprüfern überprüft wird und bei Zuwiderhandlung gesetzliche Gegenmaßnahmen ermöglicht. Die Prospekthaftung ermöglicht es Anlegern den Initiator für Schäden haftbar zu machen, die durch unwahre oder irreführende Angaben innerhalb des Verkaufsprospekts entstanden sind.