Geschrieben von admin am 05.06.2009
Der geschlossene Fonds „Bluewater Capital - MS Beluga Persuasion“ investiert in den Bau und den Betrieb des Mehrzweck-Schwergutfrachters „MS Beluga Persuasion“ mit einer Tragfähigkeit von 19.100 tdw.
Das Schiff ist für besonders große und schwere Ladungen ausgelegt. Es verfügt über bordeigene Kräne und wird in die Eisklasse E3 eingestuft, was ihm das Be- und Entladen an nahezu allen Häfen der Welt ermöglicht. Aufgrund seiner Ausstattung ist es dabei weitgehend unabhängig von der Hafeninfrastruktur.
Bluewater Capital - MS Beluga Persuasion finanziert mit drei Vierteln Fremdkapital
Das Projekt mit Baukosten von 39,5 Mio. Euro wird mit 27,5 Mio. Euro Fremdkapital finanziert. Die Reederei ist mit weiteren 3,34 Mio. Euro beteiligt. Über die Platzierung der Fondsanteile werden dem Projekt 10,47 Mio. Euro an Eigenkapital zufließen. Das Management geht für das erste Betriebsjahr von einer Charterrate in Höhe von 16.000 Euro aus. Vom zweiten bis zum fünften Betriebsjahr erwartet es eine Charterrate in Höhe von 18.800 Euro. Für die Folgejahre prognostiziert es eine Charterrate in Höhe von 17.500 Euro.
253 Prozent prog. Rendite (IRR)
Über eine Laufzeit von 16,4 Jahren ergibt sich eine Rendite von 130 Prozent, was einem internen Zinsfuß von 8,5 Prozent entspricht. Die Investition mit eingerechnet, werden insgesamt 253 Prozent ausgeschüttet (IRR-Methode). Die Mindestanlagesumme liegt bei 20.000 Euro, bei höheren Investitionen müssen die Beträge durch 5.000 teilbar sein.
Geschrieben von admin am 01.09.2008
Anleger, die ihr Geld in einen geschlossenen Fonds investieren, wollen natürlich dessen Rendite vorher genau berechnen. Für diese Berechnung, die anschließend in den Verkaufsprospekten abgedruckt wird, wird häufig die IRR-Methode angewandt. Diese Methode, die auch Internal Rate of Return, also als Rendite nach dem Internen Zinsfuß genannt wird, ermittelt hierbei in erster Linie die Rendite des tatsächlich in der Anlage investierten Kapitals. Gleichzeitig werden bei der IRR-Methode Zahlungsströme, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten anfallen (Einzahlungen, Ausschüttungen sowie steuerliche Ergebnisse) berücksichtigt. Dies erfordert jedoch verschiedene Annahmen. So müssen beispielsweise die Ausschüttungen terminiert werden, weiterhin muss die Veräußerung des jeweiligen Objekts zum Ende der Laufzeit bereits prognostiziert werden. Da eine geschlossene Beteiligung jedoch selten geradlinig verläuft, ist die IRR-Methode von verschiedenen Unsicherheiten geprägt.
IRR-Methode – ein Beispiel
Als Beispiel für die Berechnung soll eine Anlage dienen, bei der jährlich ein Ertrag von 5% p.a. erwirtschaftet und auch ausgeschüttet wird. Am Ende der Laufzeit erhält der Anleger seinen Kapitaleinsatz zurück. In diesen Fällen, die vorwiegend bei festverzinslichen Wertpapieren vorkommen, ist das gebundene Kapital identisch mit dem Anlagebetrag, der interne Zinsfuß ist somit gleich der Durchschnittsrendite. Anders ist dies jedoch bei geschlossenen Fonds, die während der Laufzeit nicht ausschütten, sondern die erst am Ende der Laufzeit den Anlagebetrag plus Zinsen bezahlen, gleiches gilt für Anlagen, die bereits während der Laufzeit Teile des gebundenen Kapitals wieder auszahlen. Da die letzteren beiden Situationen die Mehrheit darstellen, sollte der interne Zinsfuß nicht als einziges Kriterium für die Ermittlung der Rendite genutzt werden.