Geschrieben von admin am 20.03.2009
Bei GVA Global-Woods-Invest handelt es sich um ein Projekt der Grundvermögen AG mit Sitz in Wiesbaden. Die hier angebotene Investitionsgelegenheit gehört zur Kategorie der geschlossenen Fonds „Umweltfonds“. Mit seiner Beteiligung an diesem Unternehmen wird der Investor zum Kommanditisten, also einem Teilhaber am Erfolg wie auch Misserfolg (wollen wir nicht hoffen) des Unternehmens.
Mindestanlagen ab 1.000 Euro zzgl. 5% Agio
Anleger, die in den GVA Global-Woods-Invest investieren wollen, müssen mindestens 1.000,- Euro investieren, höhere Anlagebeträge sind selbstverständlich möglich, sofern die Beträge in 100 Euro Schritten gewählt werden. Als zusätzliches Aufgeld zur Abgeltung der Vertriebskosten (nicht zu verwechseln mit Abgeltungssteuer) wird ein Agio von 5 % der Investitionssumme in Rechnung gestellt. Das eingezahlte Kapital ist für die Dauer von 20 Jahren gebunden, kann aber, wie mittlerweile bei geschlossenen Fonds durchaus nicht unüblich, auch während der Laufzeit über den Zweitmarkt veräußert werden, sofern sich ein Käufer findet.
Ziel ist ein Investitionsvolumen von 4.700.000,00 Euro Eigenkapital bei Anlegern einzusammeln. Dieses wird dazu verwendet, Gebiete in Uganda (Afrika) und in Paraguay mit drei verschiedenen Baumarten sowie einer Ölfrucht zu bepflanzen und zu bewirtschaften. Durch die Ernte des Holzes und der Früchte sollen Erträge erwirtschaftet werden, aus denen die Erlöse für Anleger generiert werden.
Wie hoch die Erlöse ausfallen bestimmt auch die Natur
Geplant ist eine Projektlaufzeit bis zum 31.12.2028. Weil die ersten Ernten erst nach ein paar Jahren erfolgen können, soll 2011 eine erste Ausschüttung von 2,02 % erfolgen. Die Renditen unterliegen – hier stimmt der Begriff „naturgemäß“ tatsächlich - jährlichen Schwankungen, denn die Natur gibt unterschiedliche Erntezeitpunkte vor, und auch die Ergebnisse aus Folgeernten können nicht immer gleich ausfallen. Dies wird in der Prognose der jährlichen Ausschüttung berücksichtigt.
Bei der Höhe der Ausschüttungen wird insgesamt jedoch eine steigende Tendenz prognostiziert. Am Ende der Gesamtlaufzeit soll eine Rendite von 150,84 % erreicht sein, wobei bei den letzten beiden Jahren die höchsten Ausschüttungen vorausgesagt werden. Kumuliert über die gesamte Laufzeit wird eine Rendite von 404,94 % prognostiziert.
Geschrieben von admin am 11.11.2008
Obwohl geschlossene Fonds mehr als eine gute Anlage gegen Abgeltungssteuer und Marktschwankungen darstellt, ist die Nachfrage in diesem Segment zurzeit scheinbar nicht allzu groß. Die Unsicherheit über das was die Rezession mit sich bringen wird, belastet auch diese eigentlich Börsen unabhängige Investmentsparte. Wie das so ist hat aber auch diese Schwächephase einen Gewinner – der Zweitmarkt, also jener außerbörsliche Handel mit bereits laufenden geschlossenen Fonds, erfreut sich einer immer größeren Nachfrage von Verkäufer wie auch Käufer Seite. Wer über die nötige Liquidität verfügt kann momentan aus einer ganzen Reihe von Angeboten die besten auswählen.
1,8 Mio. Euro Handelsvolumen pro Woche – bis zu 196% vom Nominalwert
Auch wenn eine faire Berechnung von geschlossenen Fonds Werten nicht ganz einfach ist, so scheinen Verkäufer den Käufern dennoch nicht ausgeliefert zu sein. Mit in der Spitze 196% Verkaufserlös (bemessen auf den Nominalwert) lag in der letzten Woche eine Beteiligung am DG Anlage Einkaufs-Center-Fonds an der Spitze der Bewertungen. Insgesamt wurden während der letzten Woche 27 Beteiligungen an der Fondsbörse Hamburg gehandelt, bei sieben der Fonds lag der Verkaufspreis bei über 100% des Nominalwertes.
Geschrieben von admin am 04.07.2008
Geschlossene Fonds sind Kapitalanlagen, die nur während einer Zeichnungsfrist erworben werden können. Endet diese, wird kein neues Kapital mehr für den Fonds benötigt, der Fonds damit für Neuanlagen geschlossen. Der Verkauf von geschlossenen Fonds-Anteilen ist im Anschluss nicht börsentäglich möglich, wie es etwa bei den offenen Publikumsfonds der Fall ist, sondern nur über den so genannten Zweitmarkt. Die überwiegende Mehrheit der Anleger hält den gewählten Fonds allerdings bis zum Ende der Laufzeit. Dann wird der Fonds aufgelöst (liquidiert) und die Einlage entsprechend an die Anteileigner (Anleger) ausbezahlt.
Prospektierte Laufzeit
Der Anleger hat auf die Dauer der Laufzeit keinen direkten Einfluss, weiß aber bereits bei Erwerb des Fonds mit welchem Anlagezeitraum er rechnen kann, da sich diese Angabe im Verkaufsprospekt findet. Der individuelle Verkaufszeitpunkt richtet sich aber auch dem bestmöglichen Veräußerungszeitpunkt unter Berücksichtigung möglicher steuerlicher Vor- oder nachteile. Bei Immobilien beispielsweise würde ein Verkauf in den ersten zehn Jahren die Versteuerung des Verkaufserlöses bedeuten. Ebenso besteht die Möglichkeit, dass zum geplanten Veräußerungszeitpunkt kein Käufer gefunden wird und sich die Laufzeit des geschlossenen Fonds dadurch verlängert. Vielfach wird aus diesem Grund bereits bei der Erstellung des Angebots ein niedriger Verkaufspreis angenommen, oder aber ein Vorkaufsrecht mit z.B. Leasingnehmern vereinbart. Das lässt ausreichend Raum für Ertragssteigerungen durch außerplanmäßig hohe Verkaufserlöse und sichert den Verkauf zum geplanten Zeitpunkt.
Anlagedauer zwischen 5 und 25 Jahren
Somit gehören geschlossene Fonds zu den langfristigen Anlagen, die der Sparer möglichst über die Laufzeit nicht mehr benötigt. Je nach Art des geschlossenen Fonds betragen die Laufzeiten zwischen fünf und 25 Jahren. Vor allem bei Immobilienfonds müssen sehr lange Laufzeiten eingeplant werden.
Wird das Kapital jedoch vor Ablauf benötigt, kann der Fondsanteil auch verkauft werden. Hierfür haben sich bereits zahlreiche Zweitmärkte etabliert. Die Preisfindung erfolgt hier nach Angebot und Nachfrage sowie nach den bisher vom Fonds erwirtschafteten Erträgen. Fonds zum Beispiel, die ihre Prognoseaussichten in den letzten Jahren immer erreicht oder übertroffen haben erzielen natürlich bessere Preise als Fonds, die ihre Renditeziele immer untererfüllten.